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und wird sporadisch ausgebaut!


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Wichtiger Hinweis:

Dunkelrote, unterstrichene Texte sind interne Links, die sich (manchmal) in einem neuen Fenster öffnen, um die Navigation zu erleichtern:
Zur Rückkehr zum Originaltext das neue Fenster bitte wieder schließen!


Die helllroten Textstellen sind persönliche Hinweise, dass ich hier noch daran arbeiten muss!





Vorwort zur Entstehung dieser Seite vom Tag des Beginns

Es wird wohl viele Monate (ab Mitte Dezember 2011) dauern, bis ich dieses Projekt beendet haben werde:
Ein Projekt, das ich in einem solchen Ausmaß noch nie in Angriff nahm! Stunden um Stunden dauern die Recherchen, und nochmals Stunden, um die richtigen Formulierungen zu finden, während ich mich stundenlang mit der Thematik beschäftige...

Auslöser für dieses Thema ZEIT war meine Faszination über Zeitphänomene in der SF-Literatur, die mich seit meiner Jugend fesseln.


Hier will ich aber der Zeit selbst ein wenig auf die Spur kommen!

In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie die vorläufige Struktur meiner selbstgestellten Fragen, zu denen ich Antworten suche. Im Verlauf dieser Arbeit kommen auch immer wieder neue Fragen hinzu, oder andere tauchen ein in schon bestehende Antworten: Die Struktur wird also stetig verändert!

Ob ich jemals alle meine Fragen beantworten werden kann, wird aber erst die Zeit selbst beantworten können!

In ungewissen Abständen werde ich diese Seite aktualisieren: so sind Sie bis zur Fertigstellung gewissermaßen 'zeitnah' dabei!

An dieser Zeitleiste erkennen Sie, wann ich Zeit fand, um an dieser ZEIT zu arbeiten:

Aktualisierungen:   9.10.2013,  8.10.2013, 4.10.2013, 19.9.2013 , 21.1.2013, 6.4.2012, 26.12.2011

Um Ihnen den Überblick der Neuerungen zu erleichtern, habe ich beschlossen, zu den Daten auch das Thema zu nennen:

Mai 2014: Ich finde einfach keine Zeit, mich mit der Zeit zu befassen...
2.11.2013: Jahr allgemein und Julianisches Jahr 
1.11.2013, 30.10.2013: Ephemeridenzeit (Dynamische Zeit) abgeschlossen
14.10.2013: Weltzeit, Bürgerliche Zeit; Ephemeridenzeit begonnen




Eine Zusammenstellung von Begriffen und Erklärungen, die sich mit der Zeit befassen


Suchen nach einem Begriff:
  (Wort oder auch Teilwort eingeben, Enter drücken; weitersuchen mit F3)

 


Diese Zusammenfassung wurde zusammengetragen aus verschiedenen Büchern und Internetquellen und größtenteils mit meinen eigenen Worten so formuliert, dass auch interessierte Amateure (wie ich selbst) einen 'verstehbaren' Nutzen daraus ziehen können.





Übersicht, die zu den Einträgen in der Tabelle führt


Aus dieser Tabelle gelangen Sie in den Erklärungsteil und von dort wieder zurück,
oder auch in neue Fenster mit weiterführenden Erklärungen.

Was ist Zeit?  - Der Zeitsinn -  Verschiedene Zeitlichkeiten  -  Physikalische ZeitlichkeitenGegenwarten  -  Jahre  -  Monate  -  Tage  -  Stunden  -  Minuten  -  Sekunden  -  Kalender  -  Uhren Keine Daten vor 1582?  -  Philosophische Gedanken  -  Science Fiction 




Tabellarische Stichworte
:
Unterstrichene Stichworte führen direkt zu einer Erklärung!


    • Was ist Zeit?

    • Der Zeitsinn

    • Verschiedene Zeitlichkeiten
       - Weltzeit (enthält auch Greenwich-Zeit, koordinierte
              Universalzeit)
       
- Bürgerliche Zeit
       - Gefühlte Zeit, verstandene Zeit
       
       - Absolute Zeit (Newton)

       - Relativistische Zeit (Einstein)

                - Das Uhrenparadoxon
                - Das Zwillingspardoxon

       - Ephemeridenzeit- Dynamische Zeit 
       - Warum eine absolut genaue Definition der Zeit?
       
       - Gleichzeitigkeit
       - Soziozeitlichkeit, kollektive Zeitlichkeit
       - Geschwindigkeit
       - Zeitdehnung
       - Eigenzeit

     • Materielle Zeitlichkeiten
       - Noozeitlichkeit (auch: noetische Zeitlichkeit)  
       - Biozeitlichkeit  (auch: biologischer Rhythmus)
       - Eozeitlichkeit 
       - Protozeitlichkeit   
       - Azeitlichkeit  


     • Physikalische Zeitlichkeiten,
        entsprechend den Ebenen, auf denen Licht, Teilchen und massereiche Materie organisiert sind:
       - Die Zeit des Physikers
       - Sternzeit, astronomische Zeit, Sonnenzeit
       - Siderische Zeit
       - Universalzeit
       - Primäre Standardzeit
       - Planckzeit

     • Gegenwarten
       - organische
       - globale
       - soziale
       - tragische

     • Jahr
       - Julianisches Jahr
       - Gregorianisches Jahr
       - Astronomisches Jahr

       - Tropisches Jahr
       - Sonnenjahr
       - Mondjahr 

     • Monat
       - allgemeine Definitionen
       - siderischer Monat
       - synodischer Monat



     • Tag
       - Was ist ein Tag?
       - Sonnentag, bürgerlicher Tag
       - Sterntag, Frühlingspunkt
       - Biologischer Tag
       - Innerer biologischer Tag

     • Stunde
       


     • Minute

     • Sekunde
    - Allgemeine astronomische Sekunde
    - Sekunde der Ephemeridenzeit
    - physikalische Sekunde (nach einer Atomuhr)
    - Tropische Sekunde

     • Kalender
       Im Jahr 2012 weltweit benutzte Kalender: rund  40!
       
     Einige Beispiele

       Aus der Gegenwart:
       - gregorianischer
       - chinesischer
       - japanischer
       - weitere Beispiele folgen

       Aus der Vergangenheit:
       - Sonnen-/Mondkalender
       - ägyptischer
       - julianischer
       - griechischer
       - christlicher
       - römischer
       - jüdischer
       - islamischer
       - Mayakalender
       - mittelamerikanischer


     •  Uhren
       - Zeitmessung
       - Analog-, Digital-, Atomuhr
       - Blumenuhr
       - Sand-, Wasser-, Sonnenuhr

     • Warum keine „richtigen“ Daten
       vor dem 24. Februar 1582?


      • Philosophie
        Gedanken, die sich mit der Zeit, (un)möglichen Zeitreisen und (un)möglichen Parallelwelten befassen
      


        Ein kleiner Ausflug zur Science Fiction


Was ist Zeit?


Das Wesen der Zeit ist für unsere Wahrnehmung ein kontinuierliches Dahinfließen der Ereignisse, versinnbildlicht und messbar durch eine Sanduhr: mit jedem fallenden Sandkorn ist mehr Zeit verstrichen. Veränderungen sind Anzeichen für das Verrinnen der Zeit. Aber: hat Alles und Jedes eine Zeit oder einen Zeitbegriff? Was genau muss man unter dem Begriff Zeit verstehen?

Diese Kompliziertheit wird nicht auf den ersten Blick klar, weil es viele Eindrücke der Zeit und auch viele verschiedene "Zeitlichkeiten" gibt.

Beispiel: Hat man nicht manchmal das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell oder viel zu langsam vergeht?

Kann ein Stein oder ein Atom "Zeit" haben?

Ist Zeit also für Jeden und Alles gleich?

Augustinus, ein Bischof  im römischen Afrika, schrieb um das Jahr 390: "Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich's. Will ich es aber einem Fragenden erklären, weiß ich's nicht."

Der Autor dieser Seite weiß es natürlich auch nicht; aber er versucht, viele Elemente, die in den Begriff "Zeit" passen, einigermaßen verständlich zu erklären und in einen gemeinsamen Zusammenhang zu bringen.

Die Essenz meiner Erforschungen: Es gibt keine "wirklich wahre" Zeitskala! Es gibt nur verschiedene Naturvorgänge, die sich durch Zeitmessungen vergleichen lassen!

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Der Zeitsinn


Viele Tierarten sorgen für die Zukunft vor, weil sie nicht anders können! Ist es Zeit, um in den Süden zu fliegen, dann ist das so; ob es Sinn hat oder nicht.

Auch können - höher entwickelte - Tierarten ihr zeitliches Verhalten in engen Grenzen anpassen; aber nur in sehr wenigen Ausnahmefällen können sie begreifen, was Vergangenheit ist: Meiner Katze kann ich mitteilen, dass es gleich Futter geben wird, und sie wird entsprechend reagieren; niemals aber wird sie begreifen, dass es schon Futter gegeben hat.

Der menschliche Säugling erfährt ständig alles aufs Neue, bis zu einem gewissen Zeitpunkt: dann kann er begreifen, dass es etwas geben wird, und dass es auch etwas schon gab; darauf kann er sein Handeln und seine Reaktionen abstimmen, also die Zukunft vorhersehen oder zumindest erahnen: benehme ich mich in einer bestimmten Art und Weise, dann gibt es die Brust, oder Streicheleinheiten oder die Rassel.

Viele Tiere können das ebenfalls, aber nicht durch bewusstes Denken und Planen, und sie können ihr Handeln nicht schlüssig aus Erfahrungen der Vergangenheit auf  die Zukunft übertragen und damit gezielte Handlungen vornehmen; ihr Verhalten ist zwar in gewissem Sinne erlernt, aber dennoch instinktgeprägt -  auch wenn meine Katze weiß, dass es bei meiner Heimkehr ein Leckerli gibt, so ist das nicht mit einem Bewusstsein an sich zu vergleichen.

Der Mensch aber besitzt die Fähigkeit, die Welt in ihrem vorhersagbaren und unvorhersagbaren Zustand wahrzunehmen, was ihm schon zu uralten Zeiten die Fähigkeit zu einer diffizilen Kommunikation ermöglichte. Zudem ist dem Menschen schon seit Urzeiten bewusst, dass seine Zeit begrenzt ist: als einzigem Lebewesen ist ihm der Tod als Grenze seines irdischen Daseins in voller Tragweite bekannt.

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Weltzeit

Die Weltzeit, auch Erdzeit genannt, ist ein Zeit-System, das aufgrund internationaler Vereinbarungen eine weltweit gleiche Zeitangabe ermöglicht - im Gegensatz zur Zonenzeit (s.a. Bürgerliche Zeit), die nur innerhalb einer regional begrenzten Zeitzone gültig ist.

In früheren Zeiten wurde die lokale Sonnenzeit verwendet, ursprünglich die von einer unkorrigierten Sonnenuhr gemessene nicht ganz gleichmäßig ablaufende wahre Ortszeit; später, als mechanische Uhren verwendet wurden, die gleichmäßig verlaufende mittlere Ortszeit.

Nach dem Aufkommen der Eisenbahn und der Telegraphie wurde eine Reduktion der vielen Ortszeiten auf wenige gebietsweise geltende Zeitangaben nötig. Es kam zur Schaffung von Zonenzeiten, deren Abweichung von der Ortszeit - maximal an den östlichen und westlichen Zonenrändern - erträglich gehalten wurde. Deren gegenseitiger Koordination liegt eine Weltzeit zugrunde, von der sie in der Regel in ganzen Stunden abweichen.

Auf der Washingtoner Meridiankonferenz 1884 einigte man sich auf den Meridian durch Greenwich (England) als Nullmeridian und auf die Greenwich Mean Time (GMT) = Mittlere Greenwich-Zeit als erste allgemein gültige Weltzeit. Die GMT ist die durch astronomische Messungen bestimmte mittlere Ortszeit des durch die Sternwarte von Greenwich führenden Meridians. 1928 wurde diese in Universal Time umbenannt. Seit 1972 verwendet man als Weltzeit die durch Atomuhren dargestellte Koordinierte Weltzeit (UTC). Somit ist die GMT zur Ortszeit degradiert geworden!

Während heute also im alltäglichen Leben die jeweils gültige Zonenzeit verwendet wird, bildet die Weltzeit im internationalen Verkehr, zum Beispiel Flugverkehr oder im Internet, überall die gleiche Zeitskala.

1884–1924     GMT
1925–1928     neue GMT
1928–1971     UT
seit 1972       UTC


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Bürgerliche Zeit

Die in den einzelnen Ländern gesetzlich festgelegte Uhrzeit.

Sie ist meist eine Zonenzeit, das heißt, sie hat eine Differenz zur Weltzeit (UT = Universal Time, s. vorheriger Eintrag 'Weltzeit') in vollen Stunden. Im deutschsprachigen Gebiet ist die bürgerliche Zeit üblicherweise die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die gegenüber der Weltzeit um eine Stunde vorgeht.

Auch die Sommerzeit (Mitteleuropäische Sommerzeit = MESZ) ist eine bürgerliche Zeit. Sie geht gegenüber der Weltzeit um zwei Stunden vor. In Deutschland wird die Sommerzeit durch Rechtsverordnung des Bundesinnenministeriums festgelegt; die Festlegung erfolgt nach Richtlinie der Europäischen Union.


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Gefühlte Zeit und verstandene (gemessene) Zeit


Wir alle haben einen "eingebauten" Sinn dafür, was damit gemeint ist, wenn wir von "vor einem Ereignis" oder "nach einem Ereignis" sprechen.

Jedoch gibt es einen qualitativen Unterschied zwischen gefühlter Zeit und verstandener (gemessener) Zeit:

Die gemessene Zeit können wir auf Zifferblättern, Digitalanzeigen und Kalendern ablesen, wir schauen regelmäßig auf die Uhr, führen Terminkalender, versuchen, pünktlich zu Terminen zu erscheinen. Manche Kulturen nehmen es hierbei mehr, andere weniger genau mit der Pünktlichkeit, aber letztlich scheint sich fast überall auf der Erde die Organisation des menschlichen Alltags in das System der gemessenen Zeit einzugliedern.

Dieses Zeitsystem aus Stunden, Tagen, Jahren, ist zwar vom Jahreszyklus und dem Tag-/Nachtwechsel abgeleitet, aber gemacht haben wir Menschen uns dieses System selbst.

Diesem definierten starren System steht unsere individuelle Zeitwahrnehmung, die gefühlte Zeit, gegenüber.

Diese Wahrnehmung ist nicht nur von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich, sie verändert sich, je nach Situation, auch bei jedem von uns permanent.

Manchmal scheint uns die Zeit davonzulaufen, z.B. wenn wir dringend etwas fertig machen müssen oder Termine zu dicht aufeinander folgen.
Doch dann gibt es auch die Momente, wo die Zeit überhaupt nicht vergehen will: Beim Warten scheint die Zeit sich oft zu einem lästigen Etwas auszudehnen, das wir endlich hinter uns haben wollen. Oder überhaupt in Situationen, die uns unangenehm sind. Wie sehnen wir uns oft danach, dass diese endlich vorüber gehen, wie lange können uns da ein paar wenige Minuten vorkommen.

Wie fühlen zwei Fuß- oder Handballmannschaften und ihre Anhänger die letzten bangen Minuten bis zum Schlusspfiff, wenn das eigentlich unterlegene Team mit einem Tor führt?
Das Team mit dem Vorsprung kann es nicht erwarten, die Zeit bis zum erlösenden Pfiff will einfach nicht kommen, während die gegnerische Mannschaft verzweifelt stürmt: die Zeit dehnt sich fürchterlich, sie vergeht viel zu langsam...
Für das andere Team vergeht die Zeit viel zu schnell, in der vielleicht noch die Möglichkeit zum Ausgleich besteht: die Zeit wird knapp, viel zu knapp!
Dem Schiedsrichter ist das alles egal: er hat seine gemessene Zeit, die er auf der Digitaluhr ablesen kann; nur diese Zeit zählt!

Doch die Zeit läuft uns nicht nur davon oder will nicht vergehen, manchmal scheint sie auch stehen zu bleiben; wir nehmen überhaupt nichts mehr von ihr war, scheinen in einen Zustand der Zeitlosigkeit aufgegangen zu sein. Dies geschieht meist, wenn wir uns mit etwas beschäftigen, das unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, das uns fesselt und wir uns völlig in diese momentane Tätigkeit verlieren können. Wir, bzw. unser Ich, mit all seinen Wünschen, Freuden, Sorgen und Leiden, scheint dann tatsächlich verloren, verschwunden zu sein. Da ist dann nur noch der Moment und das, was wir eben hier und jetzt tun und wahrnehmen, ein Zustand der Zeitlosigkeit und oft auch von Seeligkeit. Erst die Uhr als zeitmessende Institution macht uns wieder - erschreckend! - auf die Realität aufmerksam.

Es gibt aber auch Lebewesen, die die Zeit tatsächlich verlangsamt sehen: Ein Falke z.B., der mit irrer Geschwindigkeit durch einen Wald fliegt, könnte niemals nur aufgrund seiner schnellen Reaktionen den vielfältigen Hindernissen ausweichen, wenn er nicht quasi in Zeitlupe sehen könnte. Gleiches gilt für eine Libelle, die mit ihren bis zu 30.000 Einzelaugen  rund 330 Bilder pro Sekunde auflösen kann; ein Mensch schafft hier gerade mal 60 Bilder! Die Libelle sieht also wesentlich "schneller", also wie sich das Objekt (z.B. eine angreifende Wespe) tatsächlich bewegt. 
Wie oft haben Sie versucht, eine Stubenfliege mit der Hand zu fangen? Die lacht sich eins! Ihre genervte Hand, so schnell sie auch zuschlagen mag, kommt mit der Geschwindigkeit einer geworfenen Daunenfeder auf die Fliege zu... Etwas übertrieben, aber bildlich gesehen in etwa richtig.

Oder nehmen wir einen Handball- oder Eishockey-Torwart: infolge langem Trainings ist dieser imstande, das anfliegende "Geschoss" ebenfalls zeitlupenartig zu sehen! Ein untrainierter Mensch würde einen winzigen heranfliegenden Eishockey-Puck mit einer Geschwindigkeit von weit über 200 km/h kaum wahrnehmen können.
Ich spreche da aus Erfahrung: als ehemals jugendlicher Handballtorwart war ich auch nach 30 Jahren ohne Training noch in der Lage, ein vom Tischrand gestoßenes Trinkglas aufzufangen, bevor es am Boden zerspringt; mein Blick friert das Glas fast ein, schätzt die "Flugbahn", und meine Hand gelangt unter das Glas und fängt es sanft auf...

Zwar ist ein Handball wesentlich größer als ein Puck, aber mit rund 100 km/h aus 10 m Entfernung abgeworfen immer noch recht flott unterwegs. Ein Eishockeytorwart muss also noch wesentlich langsamer sehen können!

Die Zeit ist also für jeden Menschen subjektiv; aber da das Zeitbewusstsein für das Überleben notwendig ist, wird die Zeit damit auch etwas Objektives und somit für alle Menschen generell regelbar.

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Absolute Zeit (nach Newton)


"...die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig, und ohne Beziehung auf irgendeinen äußerlichen Gegenstand. Sie wird so auch mit dem Namen Dauer belegt." 
Mathematische Prinzipien der Naturphilosophie, 1686, als Grundlage der modernen Naturwissenschaft; hier wurde  t als Symbol für die Zeit in wissenschaftlichen Gleichungen vorgeschlagen und wissenschaftlich weltweit definiert.

Mit anderen Worten: Die Zeit ist unabhängig vom Menschen, sie fließt von selbst.

Dieses Postulat der absoluten Zeit sagt aber nichts darüber aus, - ebenso wenig wie Einsteins relativistische Zeit -, was wir uns unter Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft vorstellen sollen (s. auch Noozeitlichkeit, die Zeit des denkenden Menschen).

Immanuel Kant zweifelte im 18. Jahrhundert an dieser Unabhängigkeit der Zeit vom Menschen: 
"...Die Zeit ist Teil unserer Verstandes, aber wir müssen annehmen, dass sie real ist, weil wir nur dann der Welt einen Sinn geben können. Wäre die Zeit unabhängig vom Menschen, so sollten wir eine Antwort auf die Frage finden können, ob die Zeit einen Anfang hat oder nicht - was aber unmöglich ist."

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Relativistische Zeit (nach Einstein)


Kurz angemerkt, handelt es sich hier, - soweit es als Erklärung in den Rahmen dieser Seite passt -,  nicht nur um subjektives Zeitempfinden (s. hier), sondern vor allem um die Tatsache, dass die Zeit unter gewissen Umständen tatsächlich schneller oder langsamer vergeht! Sehen Sie hier zwei Beispiele Einsteins, die diese Zeitverschiebung anschaulich darlegt; (erklärt mit meinen eigenen kurzen Worten, hoffentlich anschaulich und verständlich):


Das Uhrenparadoxon

Die Zeit wird in einem schwachen Gravitationsfeld beschleunigt, in einem starken gebremst. Die Gravitation eines Schwarzen Loches ist so groß, dass hier die Zeit von unserem Standpunkt aus betrachtet stehenbleibt; so Einstein.

Bewiesen ist nach einem Experiment von Vessot und Levine 1976 mit zwei Atomuhren, dass eine Uhr in einer Rakete während des Aufstiegs zu zehn Kilometern Höhe schneller Tickt als eine zweite Atomuhr auf der Erde; die Schweerkraft nimmt während des Aufstiegs ab. Während des Rückfalls zu Erde aber tickt diese Uhr wieder langsamer, weil die Schwerkraft wieder zunimmt. Der Unterschied zwischen den beiden Atomuhren beträgt rund eine Sekunde pro hundert Jahre. Weitere Experimente in jüngeren Jahren bestätigen diese Erkenntnis.

Dummerweise gibt es eine weitere Theorie, die die Gravitation außer acht lässt und nur die Geschwindigkeit berücksichtigt; in den Tiefen des Weltraums ist die Gravitation nämlich vernachlässigbar, was den Ablauf der Zeit angeht; genauer gesagt, ab einer Höhe von 3200 km über der Erdoberfläche.  Daraus ergibt sich das


Zwillingsparadoxon:

Nach der speziellen Relativitätstheorie verläuft die Zeit langsamer, je schneller sich ein Objekt bewegt!

Einer von zwei Zwillingen entschließt sich zu einer Raumfahrt und kommt jünger zurück zu seinem Bruder auf die Erde. Warum?

Hans beschleunigt in seiner Rakete auf über 160.000 km/s, also auf etwas mehr als die Hälfte der Lichtgeschwindigkeit; Jürgen bleibt auf der Erde zurück und lebt sein normales Leben weiter.
Als Hans zurück kommt, ist Jürgen, der vor der Abreise ein jugendlicher Junggeselle war, inzwischen Uropa geworden, und Hans ist immer noch in annähernder Form wie vor seiner Abreise...

Mit der Uhr, die in der Rakete langsamer tickte, haben sich auch alle anderen Lebensvorgänge verlangsamt!

Im Gegensatz zur allgemeinen Relativitätstheorie, wo sich das Ticken der Uhr in einem Gravitationsbereich bei steigender Geschwindigkeit verschnellert, kehrt sich dieser Effekt im gravitationslosen Zustand bei der speziellen Relativitätstheorie ins Gegenteil um: die Zeit verläuft langsamer für denjenigen, der durch das All rast.

Jürgen sagt zu seinem Zwillingsbruder: " Ich habe hier auf der Erde meinen täglichen Rhythmus eingehalten: arbeiten, entspannen, essen, schlafen; alles wie immer vor deiner Abreise." Hans: "Ich habe nichts anderes getan: arbeiten an meinen Studien oder der Rakete, entspannen, essen, schlafen; alles in dem gleichen Tages- und Nachtrhythmus wie vor meiner Abreise!"


Der Ausdruck "Alles ist relativ" ist demnach leider fälschlicherweise im Volksmund gebräuchlich geworden;

genau muss es heißen: "Alles ist relativ, vom Standpunkt des Betrachters aus gesehen"!

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Ephemeridenzeit
= Dynamische Zeit

Die Ephemeridenzeit wurde 1960 von der Internationalen Astronomischen Union eingeführt.
Ab 1984 wird in den astronomischen Jahrbüchern die Dynamische Zeit benutzt, die die Ephemeridenzeit ablöste.

Es ist ein definiertes, nahezu exakt gleichförmiges Zeitmaß, das sich nach der momentanen Erdrotation richtet – im Gegensatz zur bürgerlichen Zeit (s. dort), Weltzeit, MEZ usw. (s. dort),

Seit 1984 heißt die Ephemeridenzeit Dynamische Zeit, international abgekürzt TD (frz. temps dynamique).

Die fundamentale Einheit Ephemeridensekunde ist eine spezifische Definition der Einheit Sekunde, die im Gegensatz zur Sekunde des Sonnentags (s. dort) eine konstante Länge hat. Sie wurde 1967 von der Atomsekunde (bearbeiten;Link!), der heutigen SI-Sekunde abgelöst.
Ephemeridensekunde: die Länge einer tropischen Sekunde (bearbeiten;Link!)  eines tropischen Jahres (bearbeiten;Link!) zum Termin 1900 Januar 0,5 Ephemeridenzeit.

Warum brauchen wir eine solch genaue Definition der Zeit?

Die kleinen Unregelmäßigkeiten der Erdrotation, die seit etwa 1890 vermutet wurden und im Bereich weniger Millisekunden liegen, hatten sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bereits auf mehrere Zehnsekunden summiert, wodurch dringender Bedarf nach einer Zeitreform bestand. Um 1950 war die Genauigkeit der Quarzuhren so weit gestiegen, dass eine einwandfreie Reform des Zeitsystems bewerkstelligt werden konnte.

Die merkliche, bis heute stetig zunehmende Zeitdifferenz von Ephemeriden- und bürgerlicher Zeit, die alle 1 bis 2 Jahre eine Schaltsekunde nötig macht, hängt u.a. mit der um 1900 begonnenen interdisziplinären Festlegung der fundamentalen Größen von Naturwissenschaft und Technik zusammen.
Auf den damaligen Ergebnissen beruht unser Zeitsystem bis heute.

Nun war aber die Erdrotation – wie man erst nachträglich durch gesteigerte Messgenauigkeit nachweisen konnte – etwas langsamer als im langjährigen Durchschnitt.
Dadurch liefen die erdgebundene und die durch Erd- und Planetenbahnen definierte, exaktere Zeitskala zunehmend auseinander, was durch die Definition der Ephemeridenzeit behoben wurde. Man blieb zwar 1960 weiterhin bei der 60 Jahre zuvor definierten Sekunde, gab ihr aber zur Unterscheidung von anderen fundamentalen Zeitmaßen den Namen Ephemeridensekunde (bearbeiten;Link!).

Der Name Ephemeridenzeit kommt von Ephemeriden, worunter die Astronomie ein mathematisches System von Formeln und Tabellen versteht, mit dem Zeitpunkte astronomischer Ereignisse vorausberechnet werden. Die ersten Ephemeriden gehen vermutlich auf antike Astronomen zurück und wurden ab etwa 1300 für die zunehmende Schifffahrt und genauere Navigation wesentlich verfeinert.


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Materielle Zeitlichkeiten

Einleitung

Worin unterscheiden sich Zeitstrukturen der belebten von der unbelebten Materie? Hat unbelebte Materie überhaupt Zeit?
Diesen Fragen sollen kurze Antworten folgen unter den Begriffen:

 - Noozeitlichkeit    (Welt des denkenden Menschen)
 - Biozeitlichkeit     (Welt der Lebewesen)
 - Eozeitlichkeit      (Welt der festen Materie)
 - Protozeitlichkeit  (Welt der subatomaren Teilchen)
 - Azeitlichkeit       (reine Strahlungsenergie)

Vorher wollen wir uns diese Zeitlichkeiten aber näher veranschaulichen:

Wir sehen folgendes Gebilde:                (  >>>>>───────────> )
Ein Pfeil, der den Lauf der Zeit darstellt, von der Vergangenheit zur Zukunft, dazwischen eine geistige Gegenwart.
Dies sind die Merkmale der noozeitlichen (auch: noetischen) Wirklichkeit.

Werden Spitze und Pfeilschwanz unklar, so sind die Grenzen des Schafts unbestimmt, obwohl es sie immer noch deutlich gibt:
 (   >>>>>───────────> )
Dies veranschaulicht die Biozeitlichkeit, die zeitliche Realität aller Lebewesen: reduziert auf die biologischen Funktionen, also die organische Gegenwart des Lebensprozesses, ohne die noetische Vorstellung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft; quasi das reine Sein.

Wenn nur der Schaft übrig bleibt ( ─────────── ), so bedeutet dies, dass der Fluss der Zeit nur im makroskopischen Bereich angewendet werden kann: der Welt der Galaxien und Sterne, die Zeit des Physikers, die Eozeitlichkeit; die Zeit an sich ist nicht mehr spürbar.

Der Pfeilschaft kann sich in einzelne Teilchen spalten: (  ---------------------->)  Protozeitlichkeit.

Wenn von dem Pfeilschaft nichts mehr übrig bleibt (                        ), entsteht eine Leere der azeitlichen Welt, jener Welt der elektromagnetischen Strahlung, in der es nichts mehr gibt, wofür man irgendeinen Zeitbegriff verwenden kann; was aber nicht bedeutet, dass es diese Welt nicht gibt!

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Erläuterungen zu diesen materiellen Zeitlichkeiten:



Noozeitlichkeit  (auch: noetische Zeitlichkeit)

Noetisch stammt ab von dem griechischen noetikos (geistig), das verwandt ist mit noein (denken) und nous (Geist).
Noozeitlichkeit ist die zusammen mit dem Menschen entstandene zeitliche Realitität des menschlichen Geistes, also das Bewusstsein von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Keinem anderen irdischen Geschöpf ist diese Art des Zeitbewusstseins gegeben. (s. dazu auch Zeitsinn, Biozeitlichkeit.)

Unter den vielen Vorstellungen von der Zukunft, die das gegenwärtige Handeln beeinflussen, ist das Bewusstsein vom Tod das allgemeinste und mächtigste. Es ist ein wesentlicher Bestandteil des reifen menschlichen Zeitsinns, dessen Gesichtskreis sich fast grenzenlos in Zukunft und Vergangenheit erstreckt. Einem Käfer, einer Kuh, nicht einmal einem Schimpansen als nächstem Verwandten des Menschen sind diese Vorstellungsmöglichkeiten gegeben. Für alle Lebewesen außer dem Homo Sapiens ist das Leben nur ein Jetzt und Hier; Fortpflanzung ist keine bewusste Planung für die Zukunft, sondern ein Naturdrang.

Der Tod von Artgenossen ist allerdings einigen Tierarten offenbar durchaus bewusst, wenn auch selten so ausgeprägt wie bspw. bei Elefanten: sie können trauern und weinen, tagelang!

Der Zugdrang z.B. von Vögeln oder Schmetterlingen in andere Gegenden der Erde vor dem Einbrechen des Winters ist nach dieser Definition keine verstandesmäßige Planung der Zukunft, sondern rein genetisch bedingt.

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Biozeitlichkeit

Sie umfasst, kurz gesagt, den Kreislauf des Lebens. Wobei dieser Kreislauf  zwischen den Lebewesen völlig unterschiedlich ist, weil die Zellschwingungen der verschiedenen Arten ebenfalls völlig unterschiedlich sind: Die Zellen einer Eintagsfliege z.B. "schwingen" in einem anderen Takt als die einer Landschildkröte; die biologischen Uhren dieser beiden ticken also anders!

Die Biozeitlichkeit nimmt diese Erkenntnis auf und verfeinert sie sogar noch: Nicht einmal ALLE Zellen eines biologischen Körpers schwingen in gleichen Rhythmus! Wenn viele biologische Uhren zusammenwirken, dann spricht man vom biologischem oder physiologischen Rhythmus.

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Jahr

(Kurzer Blick auf die Anfänge eines Kalenderjahres)

Wie lange dauert ein Jahr?

Das kommt darauf an, was mit einem Jahr gemeint ist!

Zuerst ein kurzer Überblick auf die Anfangszeiten der Jahresprobleme, um die Schwierigkeiten einer genauen Bestimmung zu schildern:

Julianisches Jahr

Dieses Jahr hatte 365,25 Tage, was schon recht genau war gegenüber dem Kalender des Romulus (s. dort). Warum nur 'recht genau', wird später deutlich.
Die Monate mit abwechselnd 30 und 31 Tagen addierten sich zu 366 Tagen im Jahr, was im Laufe von vier Jahren korrigiert werden musste: Also wurde in drei von vier Jahren der Februar von 30 auf 29 Tage gekürzt. So richtig erfolgreich war das aber auch nicht; deshalb musste nach nach drei Jahren mit den 365 Tagen ein Jahr mit 366 Tagen folgen... Echt verwirrend! Aber es war der Ansatz eines Schaltjahres, das erst viel später verwirklicht werden konnte.

Es kommt noch härter: Der Monat Juli, der nach Julius Cäsar benannt war, hatte 31 Tage. Der nach Kaiser Augustus benannte August aber nur 30! Kaiser Augustus konnte dies nicht ertragen und befahl, seinem Monat ebenfalls 31 Tage zu geben! Dieser zusätzliche Tag wurde dem Februar weggenommen, der dadurch nur noch 28 Tage besaß...
Die Monate nach dem August wurden dann so umgeordnet, dass sie abwechselnd 30 und 31 Tage hatten.

Praktisch dabei: Wir können die Tage der Monate (außer dem armen Februar) an den Handknöcheln bestimmen... (Wie genau??Da stimmt doch was nicht!??)

Dieser Artikel ist in Bearbeitung!

Gregorianisches Jahr

Tropisches Jahr

Siderisches Jahr

Sonnenjahr

Mondjahr



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Monat

Wie lange dauert ein Monat? (Internationales Formelzeichen "M")

Das kommt darauf an, wie wir einen Monat verstehen wollen:

Ein Monat ist im astronomischen Sinne als die Zeitspanne eines vollständigen Umlaufs eines natürlichen Satelliten (Trabant) definiert.
Auf einem anderen Planeten ist also der Monat völlig anders zu verstehen.

Im engeren Sinne bezieht sich „Monat“ nur auf den Erdmond:

Der Mondmonat dauert je nach Definition zwischen 27⅓ und 29½ Tage. (Suchtipp im Web für besonders Interessierte: Mondmonat)  - Die Zeitspanne von 28, 29, 30 oder 31 aufeinanderfolgenden Tagen.

    Kalender (bearbeiten; Link!) verwenden Monate zur Zeiteinteilung; dazu ordnen sie einer Zeitspanne von einem Kalendermonat einen Monatsnamen zu.

Im Privatrecht gilt in Deutschland ein Monat als Zeitraum von Tag x bis Tag x des Folgemonats. Wenn dieser keinen Tag x hat, endet der Zeitraum mit dem letzten Tag des Folgemonats (§ 188 Abs. 2 und 3 BGB).
    Beispiel: Ein Monatstermin ab 30. Januar kann nicht gelten, da der Februar weniger als 30 Tage hat; somit ist der letzte Tag des Februar fristgerecht.
   
- Im Bankwesen dauert ein Monat stets 30 Tage, ein Bankjahr dauert also nur 360 Tage.

- Der Monat wird auch als Zeitspanne verwendet: "Im sechsten Monat nach meiner Ankunft..." Hier ist der Anfangszeitpunkt unbestimmt.

(Dieser Eintrag ist noch nicht vollständig!)

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Tag


Es gibt viele Möglichkleiten, einen "menschgemachten" Tag zu definieren! Kurze Beispiele:

Für einige Völker der Antike begann der Tag mit dem Sonnenaufgang; die alten Ägypter zählten (wir wir heute) den Tag von Mitternacht bis Mitternacht. Im alten Judentum begann der Tag mit dem Sonnenuntergang. Die alten Germanen zählten nicht die Tage, sondern die Nächte, wie es die Engländer heute noch ausdrücken, wenn sie einen Zeitraum von 14 Tagen "a fortnight" nennen. Bis 1925 zählten Astronomen ihre Tage von Mittag zu Mittag; seitdem von Mitternacht zu Mitternacht. Im Hotel beginnen die Tage oft "nach 14 Uhr" und enden "vor 10 Uhr".
    Auch Sie haben bestimmt eine eigene Tagesvorstellung, besonders wenn Sie im Schichtbetrieb tätig sind oder keiner geregelten Arbeit nachgehen können.



Namen der Wochentage: Herkunft und Bedeutung

Nach jüdischer, christlicher und islamischer Tradition beginnt die Woche mit dem Sonntag. Genauso wird es heute noch in den USA und in arabischen Ländern gehandhabt.
    Jedoch vermerken die Kalender der meisten europäischen Staaten den Montag als ersten Tag der Woche. Nach altpersischer Tradition beginnt die Woche mit Samstag.


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(Hinw.: Der lateinische Name für Tag 'dies' wird ausgesprochen 'di-es')!

Montag: 
 Der Tag des Mondes (lat. dies lunae; engl. Monday, 'Moon's Day').

Dienstag: 
  Mehrere Ableitungen möglich: Tiu (auch Tiwaz) ist der altgermanische Gott des Krieges und des Himmels (lat. dies Martis 'Tag des Mars', engl. Tuesday 'Tiu's Day').
    Dienstag kann auch vom griechischen Wort "dios" stammen, womit Götter ganz allgemein, aber auch der Göttervater Zeus bezeichnet wurden. Der germanische Kriegsgott "Tiwaz" ist ebenfalls sprachverwandt mit "dios". Die Römer wiederum nannten diesen Gott Mars, die Griechen Ares.
    In ganz Europa gibt es für den Dienstag unterschiedliche Bezeichnungen. Im Deutschen richten wir uns nach "dios", die Briten orientieren sich mit "Tuesday" am Gott "Tiu", im Französischen wird vom Kriegsgott Mars durch die Bezeichnung "mardi" ausgegangen.

Mittwoch: 
  (lat. dies Mercurii 'Tag des Merkur'; franz. mercredi; engl. Wednesday 'Woden's Day', Tag des Wodan).

Merkur ist der römische Gott des Handels, der Reisen, der Redegewandtheit, des Diebstahls und der Wissenschaft; Bote (Kurier) der anderen Götter. In etwa gleichzusetzen mit dem griechischen Gott Hermes.
    Wodan (auch: Wotan) ist der germanische Göttervater, bei den Nordmännern Odin genannt.
    Beide Götter fielen allerdings vor gut 1000 Jahren der zunehmenden Christianisierung zum Opfer, der Mittwoch wurde ganz einfach zur "Mitte der Woche" erklärt. 

Donnerstag: 
  (lat. dies Jovis 'Tag des Jupiter'; franz. Jeudi; ital. Giovedi; span. Jueves. Im Englischen wird auf den Namen 'Thor' zurückgegriffen: Thursday 'Thor's Day', Tag des Thor; im Deutschen auf den Namen 'Donar').

Thor ist der nordische Gott des Donners, mit der Macht seines Hammers Miölnir; Sohn des Odin.
    Jupiter ist in etwa das Gegenstück der alten Römer, Sohn des Göttervaters Zeus: alledings ohne Hammer, dafür mit einem Blitz in der Hand dargestellt, der die Macht über Licht und Donner symbolisiert.
    Donar verweist auf den Wettergott der Germanen; deswegen ist sein Name auch in diesen deutschen Tagesnamen eingeflossen.


Freitag: 
  (lat. dies Veneris 'Tag der Venus'; engl. Friday 'Freya's Day' Tag der Freya)

Die germanische Göttin Freya ist die Gemahlin von Wotan und für alle Dinge der Schönheit und Liebe zuständig. Sie wurde zur Namenspatronin für den deutschen Freitag und den britischen 'Friday'.
    In den romanischen Sprachen ist der Freitag nach Freyas Gegenstück, der Göttin Venus, benannt: z. B. französisch 'Vendredi', abgeleitet vom lateinischen 'Venus'.
    Im nordischen Ursprung heißt Freya 'Frigg' und ist die Gemahlin von Odin.

Samstag (auch Sonnabend):           
    (lat. dies Saturni 'Tag des Saturn(us)'; engl. Saturday 'Saturn's Day')
 
Der Name Samstag, althochdeutsch sambaztac, kommt von einer griechischen Form sambaton des griechischen Wortes sabbaton, das letztlich auf eine Gleichsetzung der Bezeichnung vom 'Tag des Saturn' in Anlehnung an den hebräischen Begriff Šabbatai („Stern (Saturn) des Šabbats“) zurückgeht.
    Vor allem in der jüdischen Religion gilt der Samstag als Feiertag (Sabbat); diese Sabbat-Ruhe wurde auf den christlichen Sonntag übertragen.
    Der Name verbreitete sich mit der Missionierung des süddeutschen Sprachraums donauaufwärts und wird heute in Österreich, Süd- und Westdeutschland verwendet. Die romanischen Sprachen gehen einheitlich darauf zurück: franz. le samedi, ital. il sabato, span. el sábado.
 
Die Bezeichnung Sonnabend (althochdeutsch: sunnunaband) ist aus dem Altenglischen in den deutschen Sprachraum gekommen, wohl mit der angelsächsischen Mission. Der zweite Teil 'nunaband' bedeutete ursprünglich 'Vorabend', also der Abend vor dem Sonntag. Im frühen Mittelalter erweiterte sich die Benennung auf den gesamten Tag, genauso wie beim ganzen Tag vor dem ersten Weihnachtstag (Heiligabend).
    'Sonnabend' wird vor allem in Norddeutschland und im Ostmitteldeutschen verwendet. Auch in heutigen deutschen Gesetzestexten (u. a. in § 193 BGB oder in Ladenschlussgesetzen einiger nord- und ostdeutscher Länder) wird der Begriff Sonnabend verwendet.
    In Österreich, der Schweiz und Süddeutschland ist der Begriff weitgehend ungebräuchlich und ist höchstens im passiven Wortschatz als typisch norddeutsch bekannt.
    In Westfalen und im Ostfriesischen Platt hat sich der niederdeutsche Saterdag erhalten (s. auch: niederländisch Zaterdag, afrikaans Saterdag und engl. Saturday), eine Lehnübersetzung des lateinischen dies Saturni 'Tag des Saturnus'.

Sonntag: 
  (lat. dies solis 'Tag der Sonne'; engl. (Sun's Day) = Sunday)

Schon im 2. Jahrhundert war dieser Name in der heidnischen Planetenwoche üblich. In den germanischen Sprachen blieb dieser Name erhalten, während im Zuge der Verschmelzung kirchlicher und heidnischer Rituale der Sonntag zudem als "Tag des Herrn" (dies domini) bezeichnet wurde.
    Daran erinnern heute unter anderem noch der Sonntag im Französischen (dimanche), der italienische "domenica" sowie der spanische domingo.

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Wie lange dauert ein Tag? Das hängt davon ab, was mit einem Tag gemeint ist:

    Ein mittlerer Sonnentag  gleicht 1,0027379093 siderischen Tagen oder 24 Stunden 03 Minuten 56,55537 Sekunden siderischer Zeit. Ein mittlerer siderischer Tag entspricht  0,0972695663 mittleren Sonnentagen  oder 23 Stunden 56 Minuten 4,09055 Sekunden der Sonnenzeit. Etwas verwirrend, oder?

    Sonnentag (bürgerlicher Tag):
Erdumdrehung bezogen auf die Sonne; sein mittlerer Wert (bürgerlicher Tag) ist etwa 4 Minuten länger als der siderische Tag.

    Tropischer Tag: In Bearbeitung!

    Siderischer Tag: (Die Bezeichnung ist abgeleitet vom lateinischen Wort sidus (Genitiv: sideris) für Stern, oder auch von sidereus (=Sternbild)).
Die Dauer einer Umdrehung der Erde gegenüber einem fiktiven Stern in unendlicher Entfernung. Er ist etwas kürzer als der mittlere Sonnentag (=bürgerlicher Tag), der auf dem scheinbaren Umlauf der Sonne beruht. Das liegt daran, dass die Erde sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um die Sonne dreht. Ein Jahr hat – einigermaßen genau – einen siderischen Tag mehr als bürgerliche Tage. Der Unterschied verteilt sich auf die Tage eines Jahres und beträgt knapp 4 Minuten pro Tag.

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Sterntag:
Eine 360°-Umdrehung der Erde, bezogen auf einen Frühlingspunkt.

Frühlingspunkt:

Schnittpunkt der aufsteigenden, scheinbaren Sonnenbahn (Ekliptik) mit dem Himmelsäquator. Steht die Sonne im Frühlingspunkt, so beginnt definitionsgemäß der astronomische Frühling auf der Nordhalbkugel der Erde, dies ist jährlich um den 21. März der Fall.

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Sonnenzeit (wahre Sonnenzeit, mittlere Sonnenzeit): s. physikalische Zeitlichkeiten (s. dort Erklärung! Link dorthin in neuem Tab!)



Biologischer Tag:
Der biologische Tag ist ein Rhythmus, den wohl alle Lebewesen besitzen, bis hinunter zur molekularen Ebene. Ein solches Verhalten, das einen 24-Stunden-Rhythmus zeigt, nennt man Zirkadianverhalten.

Kleines Beispiel: Blüten einer gemeinsamen Gattung (z.B. Korbblütler) öffnen und schließen sich bis auf die halbe Stunde genau zur selben Zeit, jedenfalls in der gleichen Vegetationsgegend; in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde aus diesen Erkenntnissen eine Blumenuhr enwickelt (s. hier).

Zirkaniades Verhalten wurde bei Hunderten wirbelloser Arten gefunden: von einfachsten Algen bis hin zu Insekten, ja sogar bei Parasiten, die im Blut leben.
    Gleiches gilt für Wirbeltiere: ob norwegische Ratten, amerikanische Weißfußmäuse, Känguruhs, Seeottern, Katzen, Vögel oder Menschen.

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Innerer biologischer Tag:
Es gibt aber auch einen inneren biologischen Tag, der nicht direkt beobachtbar ist, sondern in Experimenten erschlossen werden muss. Z.B. sind bei der Maus über sechzig innere zirkaniade Zyklen identifiziert worden, die Organe, Hirnbereiche, ja sogar das Knochenmark der Wirbelsäule betreffen; weitere Erläuterungen würden diesen Rahmen sprengen.

Allerdings sei noch erwähnt, dass (nicht nur) der Mensch bei verschiedenen Tageszeiten in besonderer Weise auf Erlebnisse reagiert, die nicht dem normalen biologischen Tag entsprechen: Militärische Unterrnehmungen werden oft kurz nach Mitternacht unternommen, weil der zu überraschende Feind sich um diese Zeit in seinem biologischen Wach-/Schlafrhythmus befindet; aus diesem Grund klopft auch der Polizist bei einem Verdächtigen in den frühen Morgenstunden an die Tür.
    Sicher kennen Sie viele Situationen, bei den Sie sagen: "Nicht um diese Zeit! Da bin ich für so etwas nicht ansprechbar / nicht zu interessieren / zu unaufmerksam" usw.

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Stunde


In der Neuzeit gilt folgende Definition: Eine Stunde ist der 24ste Teil eines Tages und dauert  60 Minuten.
Die Stunde wird mit dem Einheitszeichen "h" dargestellt (lat. hora).

Aber auch für die Einteilung der Tage in Stunden gibt es viele Möglichkeiten, ebenso wie bei der Definition der anderen Zeiteinheiten (außer der Minute)!

Am ältesten ist die Einteilung des hellen Tages und ebenso der Nacht in drei, sechs oder zwölf gleiche Teile. Solche Einteilungen führten aber zu ungleichen Stunden, weil sich die länge der Gesamtstunden eines Tages bzw. der Nacht in den verschieden Jahreszeiten ändert.
    Die "kanonischen Stunden" wurden im frühen Mittelalter festgelegt und galten für Mönche.  Diese Stunden regelten die Zeiten für das gemeinsame Bad, das Kopfwaschen, den Aderlass, das Neubefüllen der Matratzen und andere tägliche Routinen.

In den mittelalterlichen Klöstern wurde dann die Zeit in 24 gleiche Teile gegliedert; je zwölf für Tag und Nacht, was aber dieses Dilemma der Stundenungleichheit nicht beheben konnte! >    Erst nach der Erfindung der mechanischen Uhr und ihrer Einführung  in das öffentliche Leben konnte der ganze Tag bequem in gleiche, unveränderliche Stunden eingeteilt werden. (Uhren: neuer Link, neue Beschreibung!) (Bisher nur "Blumenuhr" beschrieben.)

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Minute

Die Minute wird mit dem Einheitenzeichen "min" bezeichnet und ist der 60ste Teil einer Stunde bzw. das 60fache einer Sekunde.
Sie hat ihren Ursprung im babylonischen Sexagesimalsystem, in dem Brüche als 60stel und 3600stel entwickelt wurden. Die 60stel wurden später im Lateinischen als pars minuta prima (von minuere = verkleinern, vermindern) bezeichnet, woraus das Wort Minute entstand;  die 3600stel (= ein 60stel eines 60stels) als pars minuta secunda, woraus die Sekunde wurde.

Anders als die anderen Zeiteineinheiten wird die Minute nicht mit anderen Begriffen und Definitionen 'zerpflückt'; es sei denn, man nennt auch hier die innere biologische Uhr: Wer kennt es nicht, dass sich die Minuten endlos hinziehen können?

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Sekunde

Einheitszeichen in der Wissenschaft: "s" - Nicht: sek oder sec!

Wie lange währt eine Sekunde? Das hängt davon ab, was mit einer Sekunde gemeint ist:

Die tropische Sekunde

    Die allgemeine astronomische Sekunde ist der 86.400ste Teil eines Sonnentages (s.dort LINK! Neues Fenster!)
Da aber Tage unterschiedlich lang sein können, hat die internationale Astronomische Union eine Sekunde der Ephemeridenzeit (s.dort LINK! Neues Fenster!) als 1/31.566.925,974 des tropischen Tages (s.TAG! Neues Fenster!) des Jahres 1900 definiert.

    Die physikalische Sekunde wurde 1972 als Frequenz einer bestimmten Atomuhr neu definiert und gilt seither als Referenz für alle wissenschaftlichen Zeitmessungen: die Schwingungen eines Cäsiumatoms! Nach genau 9.192.631.770 Schwingungen ist eine Sekunde beendet. Mögliche Abweichung zu einer baugleichen, anderen Atomuhr: 1 Sekunde in drei Millionen Jahren.

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Kalender

In altrömischer Anfangszeit konstruierte Romulus einen Kalender mit sechs Monaten zu 30 Tagen, vier Monate mit 31 Tagen und eine ungegliederte Winterzeit mit 61 Tagen (weil Romulus den Winter nicht mochte, so die Legende). Das ergibt ein Jahr mit 365 Tagen. Das Jahr begann im März und endete im Dezember.
    Bis zur Einführung des Gregorianischen Kalenders (folgt) in der Mitte des 17. Jahrhunderts begann das Jahr auch bei uns mit Mariä Verkündigung am 25. März.
    Obwohl das Jahr heute im Januar anfängt, tragen die Namen von vier Monaten noch die Zählung des altrömischen Kalenders: September (der siebte Monat), Oktober (der achte), November (der neunte) und Dezember (der zehnte Monat).

Wird noch weiter bearbeitet!

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Zeitmessung:

(Erklärung folgt)



Blumenuhr:

Der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné legte 1745 erstmals die von ihm entwickelte Blumenuhr im Botanischen Garten von Uppsala an. Dabei handelte es sich um ein Blumenbeet in Form eines Zifferblatts mit reihum 12 Unterteilungen, die mit den zur jeweiligen Stunde blühenden krautigen Pflanzen bepflanzt waren. Denn bei der Beobachtung der Natur in seiner nächsten Umgebung hatte er die für seine Zeit überraschende Feststellung gemacht, dass bestimmte Pflanzenarten nur zu bestimmten Tageszeiten blühten.
    Darauf aufbauend intensivierte Linné seine Forschung und stellte fest, dass diese pflanzlichen Aktivitäten während der gesamten (schwedischen) Wachstumsperiode immer zur gleichen Tages- oder Nachtzeit stattfanden.
    Indem er im Ein-Uhr-Feld die krautigen Pflanzen anpflanzte, die entweder um 13:00 Uhr oder um 01:00 Uhr ihre Blüte ganz geöffnet hatten und in den Feldern 2 bis 12 die jeweils entsprechenden Pflanzenarten, hatte er eine exakte, natürliche Uhr geschaffen.
    Es soll ihm bei der Frage nach der Uhrzeit ein Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers auf seine Blumenuhr genügt haben, um die Uhr bis auf 5 Minuten genau abzulesen!


Blumenuhr
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Warum keine genauen Daten vor dem 24. Februar 1582?

Die durchschnittliche Jahreslänge des julianischen Kalenders (s.dort! Neues Fenster!) beträgt 365,25 Tage, was eine Abweichung von 0,0078 Tagen in Bezug auf das mittlere tropische Jahr aus macht. (s.dort! Neues Fenster!) Daraus resultiert eine sehr langsame Verschiebung des Kalenderjahres zum Sonnenjahr. (s.dort! Neues Fenster!)
    Diese Verschiebung summiert sich in 128 Jahren
zu einem vollen Tag, und somit kommt es auch zu einer Verschiebung der Daten von Sonnenwenden und Tag-und-Nacht-Gleichen.
    Im Laufe der Jahrhunderte wurde also der julianische Kalender bezogen auf die Jahreszeiten immer ungenauer. Das ärgerte die römische Kirche, da sich damit auch das Osterfest immer mehr in Richtung Sommer verschob.

Nachdem verschiedene Astronomen beauftragt wurden, eine Lösung zu finden, erließ Papst Gregor VIII danach am 24.2.1582 eine päpstliche Bulle, die die folgenden Korrekturen beinhaltete:


Die mittlere Jahresdauer des Gregorianischen Kalenders (s.dort! Neues Fenster!)  beträgt 365,2425 mittlere Sonnentage  (s.dort! Neues Fenster!). Die Abweichung vom tatsächlichen tropischen Jahr  (s.dort! Neues Fenster!) beträgt nur 0,0003 Tage. Dies wird sich erst  etwa im Jahr 2850 n.Chr. zu einem ganzen Tag aufsummieren, also rund rund 3.330 Jahre nach Einführung dieses Kalenders; eine erstaunliche Leistung!

Der gregorianische Kalender  ist heute fast weltweit Standard. Aber es gibt viele abweichende Kalender, die in verschiedenen Kulturen benutzt werden. (s. Kalender) (s.dort! )

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Philosophische Gedanken


Sind wir imstande, den Zeitablauf zu kontrollieren oder zu beeinflussen?
    Ja!
    Wir sind nicht nur imstande dazu, sondern wir lenken den Zeitablauf tatsächlich mit fast jeder Entscheidung, die wir treffen, in eine andere Bahn, also in eine andere Zukunft.
    Jede unserer Entscheidungen zum Beispiel, die andere Menschen betreffen, zwingt diese auf einen anderen, vielleicht nur kleinen Umweg; das schreitet für den anderen ebenso fort usw.
    Damit beeinflussen wir auch die Zukunft; nicht nur unsere eigene, sondern die Zukunft der Welt in einer unglaublich komplexen Weise.

    Es ist also, als ob es nicht nur eine Zukunft gibt, sondern unendlich viele Zukünfte; jede ausgelöst durch jede unserer einzelnen Entscheidungen. All diese Zukünfte betreffen auch  andere Menschen, die auf irgend eine Art mit unserem eigenen Leben in Beziehung stehen - und deren Entscheidungen sind wiederum mit uns selbst und auch andereren Menschen verwoben.

    Sie kennen sicher eine solche Einsicht: "Hätte ich DAS damals nicht gesagt, dann wäre unsere Freundschaft nicht in die Brüche gegangen, und mein /unser Leben hätte sich anders entwickelt!"

Fast alle Menschen denken aber über diese Konsequenz nicht nach: Das "Was-wäre-wenn" wird in Momenten der Entscheidung äußerst selten durchgespielt, weil Entscheidungen sehr oft spontan getroffen werden.

    Vielleicht 40 Jahre später geht Ihnen möglicherweise das inzwischen "Was-wäre-wenn-nicht"-Spiel durch den Kopf, und dann kann man erstaunt sein, denn: das ist höllisch komplex!

Wie hätte sich das Leben der beiden Bezugspersonen denn entwickelt?
    Wie sehr wären hunderttausende Menschen im Laufe von 40 Jahren von dieser Ihrer Entscheidung betroffen, weil sich das Leben ab dem Zeitpunkt Ihrer Entscheidung in unsagbar viele Einzelentscheidungen der anfangs betroffen beiden Personen aufspaltet?

Würde, wenn Sie sich nicht getrennt hätten, 40 Jahre danach an einem beliebigen Ort eine wunderschöne Eiche stehen statt einer Müllhalde?

Könnte Ihr ehemaliger Partner mit einer anderen Frau einen Sohn in die Welt setzen, der die Wissenschaft oder die Welt revolutioniert?
Würde die ehemalige Partnerin einer 'Mutter Teresia' das Leben schenken oder der Präsidentin einer Weltmacht?

Was, wenn die Geliebte irgendeines Mannes in der Vergangenheit zu seinem Antrag 'Nein' gesagt hätte und dadurch niemals ein Diktator oder ein Nobelpreisträger in die Welt gesetzt worden wäre?

Jede dieser Entscheidungen, ob Ja oder Nein, setzt einer dieser Zukünfte den Weg frei; ob im Kleinen oder Großen.

Sind diese alternativen Zukünfte verloren, oder waren sie nie existent?
    Oder haben sie sich vielleicht weiter entwickelt, ohne sich um unsere Entscheidung zu kümmern und sind dadurch zu sog. Parallelwelten geworden, von denen wir kein Bewusstsein haben und die sich aber eigenständig entwickeln?
    In einer davon befindet sich eine Müllhalde statt einer stolzen Eiche, weil Sie sich entschlossen hatten, diesen dummen Satz doch zu Ihrem Partner zu sagen...

Zu meine Gedanken, die sich schon in meiner frühen Jugend entwickelten, gibt es auch wissenschaftliche Zweige, die sich mit diesem Thema beschäftigen, und von denen ich bis vor Kurzem keine Ahnung hatte: Meine oben geschilderten Überlegungen entstanden also völlig unabhängig von diesen Wissenschaftszweigen und begannen schon in meinem Alter von etwa 15 Jahren.

    Interessenten suchen bitte im Netz nach 'Kontrafaktische Geschichte' oder 'Alternativgeschichte'; hier nur eine kurze Beschreibung:

"Alternativgeschichte betrachtet die Geschichte und stellt die Frage "Was wäre wenn...?", und versucht diese Frage zu beantworten. Eine Alternativgeschichte hat einen Zeitpunkt der Abweichung in der Vergangenheit, nach dem sich die Ereignisse der Geschichte anders entwickeln in eine neue Zeitlinie."

Zum Thema 'Parallelwelten' empfehle ich diese Seite.


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